Zwischenmenschliche Beziehungen

Es ist ein völlig falsches Harmonieverständnis zu denken, dass wir alle einer Meinung sein müssen um in positive zwischenmenschliche Beziehungen zu treten. Darum geht es überhaupt nicht. Es geht primär um die Frage, wie können wir trotz der Andersartigkeit und Unterschiedlichkeit die gemeinsame Zeit miteinander so nutzen, dass wir Meinungen und Erfahrungen austauschen können ohne einander zu verurteilen oder sogar zu beleidigen? Und wer dabei Recht hat oder nicht, ist total irrelevant.
Denn Recht haben dient dem Selbsterhaltungszweck und rechtfertigt das eigene Handeln und Tun.
Wir alle sollten einander mit Wertschätzung und Respekt begegnen, einander zuhören, sowie mit und voneinander lernen. Wir sollten gemeinsam der Frage nachgehen wie man nicht immer wieder dieselben Fehler begeht, sondern Ideale menschlich lebt.
Und jeder einzelne hat sowohl recht als auch unrecht, denn jeder schaut auf die Welt durch sein eigenes Fenster. Und das selbe Ereignis löst in jedem von uns unterschiedliche Gefühle und Empfindungen aus, weil wir alle verschiedene Vorerfahrungen haben. Ein Erlebnis ist und bleibt wie es ist, es verändert sich weder durch Bewertung noch durch Kritik. Und ob es als positiv oder negativ bewertet, bzw. empfunden wird, hängt immer von den eigenen Empfindungen und nicht von dem Ereignis selbst ab.
In zwischenmenschlichen Beziehungen müssen wir verstehen und akzeptieren, dass jeder in dem Moment so handelt, weil er es nicht anders kennt und kann und nur aus seinen inneren Empfindungen heraus urteilen.
Wir müssen lernen zu vergeben, zu verzeihen, und loszulassen.
Vergebung ist ein loslassen der Vergangenheit, des Hasses, Zorns, Neids und der Missgunst.
Das aggressive Festhalten an diesen negativen innewohnenden Gefühlen führt automatisch und zwangsläufig zu inneren Konflikten, Kampf und Ängsten.
Jedes Gefühl, jede Empfindung und jeder Moment des Lebens hat uns etwas wertvolles mitzuteilen. Deshalb ist es wichtig achtsam zu sein, auf die Signale des Körpers und Geistes zu hören und zu erkennen.

Sei dankbar denen, die dich aus welchem Grund auch immer zum Nachdenken bringen. Und hüte dich vor denen die dich derart verwöhnen, dass du nicht mehr über das Leben nachdenkst.
Die großen Schwierigkeiten können uns Mut geben, endlich nach dem Sinn des Lebens zu fragen und sich nach den Antworten auf den Weg zu machen.

Olga Gottselig



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